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Zuzug in die Schweiz

Sie ziehen in die Schweiz und sind selbst Diabetiker/Diabetikerin oder haben Angehörige mit Diabetes? Wir helfen Ihnen weiter!

Beratung:

Werden Sie Mitglied der Diabetes-Gesellschaft der Region oder des Kantons in den Sie ziehen: Sie erhalten unser Diabetes-Journal, professionelle Beratungen zu Diabetes und Ernährung, Material (alles rund um den Diabetes, ausser Medikamente) zu vorteilhaften Preisen – und vieles mehr!

Krankenversicherungen bei Diabetes:

Wir können keine spezifische Kasse empfehlen, da die obligatorische Grundversicherung (geregelt im KVG, dem schweizerischen Krankenversicherungsgesetz) in der Schweiz allen das Gleiche vorschreibt: Die Abdeckung für Diabetesbetroffene, inkl. Pen, Pumpe und Teststreifen (Typ-1: alle Streifen; Typ-2: 400 Teststreifen jährlich), ist grundsätzlich sehr gut. Das KVG sieht auch die Diabetesfachberatung und Ernährungsberatung (Schulung) als Pflichtleistung vor.

Es ist aber leider so, dass die privatrechtlich geregelten Zusatzversicherungen Diabetesbetroffenen zu marktüblichen Prämien (risikobereinigt) angeboten und kaum finanziert werden können. Das bedeutet, dass sich Betroffene faktisch nicht privat oder halbprivat zusatzversichern können.

Aber wie erwähnt, die Grundversicherung deckt die Krankheitskosten gut ab.

Was nicht immer abgedeckt ist, wir aber sicher empfehlen, sind die Podologie-Kosten (Fusspflege), die in der Schweiz mit Coiffeur-Kosten vergleichbar sind. Einige unserer regionalen Gesellschaften bieten anerkannte Fusspflege an: Erkundigen Sie sich!

Grundsätzlich sehen wir keinen Grund, sich bei einem Zuzug in die Schweiz Sorgen um die Versorgungsqualität bei Diabetes zu machen, denn:

  • Diabetes- und Ernährungsberatung (auch bei den regionalen Gesellschaften erhältlich)
  • Teststreifen, Pumpen, Pens (auch bei den regionalen Gesellschaften erhältlich) Medikamente, etc.
  • Augen-Kontrolle
  • Regelmässige Kontrollen bei Ihrem Arzt

sind in der obligatorischen Grundversorgung gedeckt.

Wir empfehlen Ihnen, sich mehrere Angebote von verschiedenen Kassen anzusehen (z.B. beim Vergleichsdienst des Bundesamt für Gesundheit BAG oder unter «www.comparis.ch») und sich aufgrund dieses Leistungs- und Kostenvergleichs zu entscheiden. Die Kasse kann in der Schweiz jährlich auf Jahresbeginn gewechselt werden!

Für Zuzügerinnen und Zuzüger aus dem Ausland sei auch noch der Hinweis auf unser System mit Franchise und Selbstbehalt hingewiesen: Bei jeder Versicherung können Sie verschiedene Franchisen wählen, wobei die Minimalfranchise CHF 300.00 beträgt. Für höhere Franchisen erhalten Sie Prämienrabatte. Die Franchise ist der Teil der Kosten aus der obligatorischen Krankenversicherung, die Sie selber bezahlen müssen, bevor die Kosten von den Krankenkassen rückvergütet werden. Abgezogen davon wird noch ein Selbstbehalt von momentan 10%. Das heisst, nach dem Erreichen der vereinbarten Franchise, zahlen Sie noch 10% jeder Leistung aus der obligatorischen Krankenversicherung, bis zu einem Maximum von CHF 700.00 jährlich.

Chronisch kranke Menschen werden somit jährlich mit maximal CHF 1‘000.00 belastet, was darüber hinausgeht übernimmt die obligatorische Grundversicherung. Kinder bis 18 Jahre zahlen keine Franchise. Ebenso werden Franchise und Selbstbehalt bei Mutterschaft nicht berechnet – ausser bei einer Risikoschwangerschaft (z.B. Schwangerschaftsdiabetes).

Wir hoffen, Ihnen damit weitergeholfen zu haben. Wenn Sie weitere Fragen haben zur Versorgung in der Schweiz, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren!

Wir wünschen Ihnen einen gelungenen Zuzug in die Schweiz!

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