Coronavirus: Ergänzende Informationen für Diabetesbetroffene

Aufgrund der verschärften Vorschriften in der Schweiz in Zusammenhang mit der Verbreitung des Coronavirus und dem «social distancing» ist die Information von Diabetesbetroffenen wichtiger denn je. Finden Sie hier ergänzende Informationen für Betroffene.

Zu unseren Geschäftsstellen

diabetesschweiz und viele unserer regionalen Diabetesgesellschaften sind weiterhin für Sie da. Der ordentliche Betrieb wird unter Einhaltung der vorgeschriebenen Massnahmen bestmöglich weitergeführt. Es kann zu Verzögerungen bei der Bearbeitung von Anfragen kommen. Anfragen an diabetesschweiz sind mit Vorteil über das Kontaktformular oder per E-Mail an uns zu richten.

Die regionalen Diabetesgesellschaften sind je nach Region unterschiedlich erreichbar. Erkundigen Sie sich über die regionale Webseite über die Dienstleistungen und Erreichbarkeit. Sie finden die Kontaktdaten der Geschäftsstellen via Schweizer Landkarte auf der Startseite: www.diabetesschweiz.ch.

Ergänzende Fragen und Antworten für Diabetesbetroffene

Antworten zum Krankheitsrisiko allgemein und dem Verhalten von Diabetesbetroffenen, insbesondere «besonders gefährdeten Personen», finden Sie im publizierten FAQ vom 9. März 2020 oder auf den Webseiten des BAG.

12. Sollen Diabetesbetroffene in dieser ausserordentlichen Lage weiterhin zur Arbeit gehen?

Gemäss der Verordnung 2 des Bundesrates vom 16. März 2020 sollen «besonders gefährdete Personen» zu Hause bleiben und nicht mehr zur Arbeit gehen.

Allgemein sollen Diabetesbetroffene (Diabetes Typ 1 und Typ 2) sich bestmöglich schützen und zu Hause bleiben (Home Office wo immer möglich). Ist dies oder eine andere zeitlich begrenzte Beschäftigung nicht möglich, sollen Sie mit dem Arbeitgeber das Fernbleiben vom Arbeitsplatz besprechen und mitteilen, dass sie aus gesundheitlichen Gründen zur Risikogruppe zählen (nicht krankschreiben lassen). Einfach von sich aus der Arbeit fernbleiben, geht nicht, aber seien Sie kompromissbereit.

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) informiert laufend auf der folgenden Webseite: https://www.seco.admin.ch/seco/de/home.html

Zu individuellen arbeitsrechtlichen Fragen kann das BAG keine Auskünfte erteilen. Auch das SECO verweist zurzeit auf Ihre Webseiten. Versuchen Sie aktuell Ihre Situation mit dem Arbeitgeber selbst zu klären.

13. Sind Diabetesmedikamente weiterhin vorhanden und lieferbar?

Wir haben mit diversen Herstellern Kontakt aufgenommen. Zurzeit gibt es keine Hinweise auf Lieferengpässe weder bei den oralen Antidiabetika noch bei Insulinen, die für die Diabetestherapie wichtig sind. Die Hersteller raten ausdrücklich davon ab, unnötige Hamsterkäufe zu tätigen. Es kann bei oralen Antidiabetika vorkommen, dass nicht alle Packungsgrössen überall zur Verfügung stehen, dies hat aber nichts mit der aktuellen Situation zu tun.

Bei Bedarf wenden Sie sich bitte an Ihre persönliche Apotheke, um entsprechende Bestellungen aufzugeben und die Lieferung je nach Gefährdung zu organisieren.

14. Wo kann ich mein Therapiematerial wie Injektions- und Glucose-Messmaterial bestellen?

Das Therapiematerial, das bei unseren regionalen Diabetesgesellschaften bezogen werden kann, finden Sie im Online-Shop ihrer Region (Auf der Startseite des Online-Shops wählen Sie auf der Schweizer Landkarte Ihre Region und erstellen über «Anmelden» einen Account). Sollten Sie noch nicht Mitglied einer regionalen Diabetesgesellschaft sein, erledigen unsere Mitarbeitenden in einer Notsituation dies unbürokratisch. Nehmen Sie bei Unsicherheiten bei der Bestellung mit Ihrer Diabetesgesellschaft Kontakt auf. Sie finden die Kontaktdaten der Geschäftsstellen via Schweizer Landkarte auf der Startseite von diabetesschweiz: www.diabetesschweiz.ch.