Coronavirus: Das Wichtigste in Kürze

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 16. Februar 2022 die schweizweiten Massnahmen gegen die Coronapandemie grösstenteils aufgehoben. Per Ende März kehrten wir in der Schweiz von der besonderen in die normale Lage zurück. Die weiterhin positive Entwicklung der epidemiologischen Lage, die hohe Wirksamkeit der Covid-19 Impfung und die damit verbundene rückläufige Belastung des Gesundheitssystems haben zu diesen Schritten geführt.

Zur Auffrischimpfung (Booster-Impfung)

diabetesschweiz empfiehlt grundsätzlich allen erwachsenen Diabetikerinnen und Diabetikern die Auffrischimpfung (Drittimpfung oder auch Booster-Impfung) gemäss den bestimmungen des BAG. Die Zulassung durch die Heilmittelbehörde Swissmedic wurde Ende November 2021 von der prioritären Gruppe der besonders gefährdeten Personen auf alle Erwachsenen erweitert.

Was gilt für Diabetesbetroffene?

  1. Mit der weitgehenden Aufhebung der Massnahmen (normale Lage) gewinnt die Verantwortung jedes Einzelnen zunehmend an Bedeutung. Wie man sich selbst schützen möchte, hängt nun stärker vom eigenen Verhalten ab. Jede Person kann selbst entscheiden, wie sie die Hygiene- und Verhaltensempfehlungen im Kontext des weiterhin zirkulierenden Virus umsetzen möchte. Diabetikerinnen und Diabetiker sollen sich weiterhin an die allgemeinen Vorgaben des Bundes und der jeweiligen Kantone halten. Bei Bedenken aufgrund der persönlichen Arbeits- oder Ausbildungssituation entscheidet am Ende der behandelnde Arzt, ob die Tätigkeit am Arbeitsplatz zumutbar ist.
  2. Der Bundesrat hat am 16. April 2020 in der Verordnung 2 den Schutz besonders gefährdeter Personen präzisiert (ausserordentliche und besondere Lage). Bei Menschen mit Diabetes galten jene als «besonders gefährdet», die über 65 Jahre alt sind oder nebst dem Diabetes mellitus Spätkomplikationen oder ein HbA1c-Wert über 8% aufweisen (Anhang 6, Punkt 4).
  3. Nehmen Sie Ihre ambulanten Beratungs- und Kontrolltermine in Zusammenhang mit Diabetes wahr. Ein gut eingestellter Diabetes ist in Grippe- und Coronazeiten (Typ 1 und 2) eine der wichtigsten Massnahmen, um gesund zu bleiben.

Covid 19-Impfung

Informationen zur Covid-19 Impfung für Diabetesbetroffene

Informationen zur Covid-19 Impfung für Kinder mit Diabetes

  • Kinder und Jugendliche mit Typ 1 Diabetes gehören nicht zur Risikogruppe und erleiden keinen Nachteil durch eine spätere Impfung.
  • Laut der Arbeitsgruppe der Schw. Gesellschaft für pädiatrische Endokrinologie und Diabetologie (SGPED) vom 13.3.2021 haben Kinder und Jugendliche mit Typ 1 Diabetes, selbst wenn sie einen HbA1c-Wert ≥ 8% haben, gemäss heutigem Wissensstand, kein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf. Sie empfiehlt daher, die Impfung für diese Patienten nicht zu priorisieren. Aus denselben Gründen gilt auch die Familie eines Kindes mit Diabetes grundsätzlich nicht als prioritäre Gruppe.
  • Für Impfempfehlungen gegen die Coronaerkrankung bei Kindern und Jugendlichen mit einem Diabetes Typ 1 verweisen wir auf die Webseite der Schw. Gesellschaft für pädiatrische Endokrinologie und Diabetologie (SGPED) oder an den behandelnden Arzt oder die behandelnde Ärztin.

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