Coronavirus: Das Wichtigste in Kürze

Die Pandemie-Lage bleibt weiterhin ungünstig. Mit den kälteren Temperaturen im Winter-Halbjahr ist auch weiter mit Schutzmassnahmen und den damit verbundenen Unsicherheiten zu rechnen. Erfahren Sie, was für Diabetesbetroffene gilt und zu beachten ist.

Aktuelles zur Auffrischimpfung (Booster-Impfung)

diabetesschweiz empfiehlt grundsätzlich allen Diabetikerinnen und Diabetikern, die zur Gruppe der «besonders gefährdeten Personen» zählen, die Auffrischimpfung (Drittimpfung oder auch Booster-Impfung). Nebst Personen über 65 Jahren zählen auch jene dazu, die nebst dem Diabetes mellitus Spätkomplikationen, weitere Risikofaktoren wie Adipositas oder einen HbA1c-Wert über 8% aufweisen (gemäss der Verordnung 2 des BAG vom 16. April 2020). Alle berechtigten Personen können sich ab Anfang November zur Auffrischimpfung anmelden.

Die Zulassung durch die Heilmittelbehörde Swissmedic für eine Auffrischimpfung wurde Ende November erweitert. Künftig wird die Auffrischimpfung frühestens 6 Monate nach Abschluss der Grundimmunisierung auch für weitere Personen empfohlen, wobei in der Umsetzung eine Priorisierung gemäss Gefährdung und Alter zu beachten ist:

  • alle besonders gefährdeten Personen (BGP) unter 65 Jahre.
  • alle Gesundheitsfachpersonen und Betreuungspersonal von BGP.
  • die allgemeine Bevölkerung unter 65 Jahre.

Was gilt für Diabetesbetroffene?

  1. Der Bundesrat hat am 16. April 2020 in der Verordnung 2 den Schutz besonders gefährdeter Personen präzisiert. Bei Menschen mit Diabetes gelten jene als «besonders gefährdet», die über 65 Jahre alt sind oder nebst dem Diabetes mellitus Spätkomplikationen oder ein HbA1c-Wert über 8% aufweisen (Anhang 6, Punkt 4). Diese Verordnung hat auch in der aktuellen Situation noch immer ihre Gültigkeit.
  2. Diabetikerinnen und Diabetiker sollen sich weiterhin an die allgemeinen Vorgaben des Bundes und der jeweiligen Kantone halten (Hygiene- und Verhaltensregeln, Maskenpflicht, usw.) und nach Möglichkeit im Homeoffice arbeiten. Bei Bedenken aufgrund der persönlichen Arbeits- oder Ausbildungssituation entscheidet am Ende der behandelnde Arzt, ob die Tätigkeit am Arbeitsplatz zumutbar ist.
  3. Nehmen Sie Ihre ambulanten Beratungs- und Kontrolltermine in Zusammenhang mit Diabetes trotz Einschränkungen wahr. Ein gut eingestellter Diabetes ist in Grippe- und Coronazeiten (Typ 1 und 2) eine der wichtigsten Massnahmen, um gesund zu bleiben. Telemedizinische Angebote können – wo vorhanden – zusätzlich helfen.

Covid 19-Impfung

Informationen zur Covid-19 Impfung für Diabetesbetroffene

Informationen zur Covid-19 Impfung für Kinder mit Diabetes

  • Kinder und Jugendliche mit Typ 1 Diabetes gehören nicht zur Risikogruppe und erleiden keinen Nachteil durch eine spätere Impfung.
  • Laut der Arbeitsgruppe der Schw. Gesellschaft für pädiatrische Endokrinologie und Diabetologie (SGPED) vom 13.3.2021 haben Kinder und Jugendliche mit Typ 1 Diabetes, selbst wenn sie einen HbA1c-Wert ≥ 8% haben, gemäss heutigem Wissensstand, kein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf. Sie empfiehlt daher, die Impfung für diese Patienten nicht zu priorisieren. Aus denselben Gründen gilt auch die Familie eines Kindes mit Diabetes grundsätzlich nicht als prioritäre Gruppe.
  • Die Schw. Gesellschaft für pädiatrische Endokrinologie und Diabetologie (SGPED) arbeitet zurzeit neue Empfehlungen für die Impfung gegen die Coronaerkankung bei Kindern und Jugendlichen mit einem Diabetes Typ 1 aus. Bitte besprechen Sie die Impfung bis dahin mit dem behandelnden Arzt/der behandelnden Ärztin.

Corona-News 2020

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