Coronavirus: Das Wichtigste in Kürze

In Zusammenhang mit der Verbreitung des Coronavirus nannte das Bundesamt für Gesundheit zu Beginn der Pandemie "Diabetes" pauschal als Risikofaktor für einen schweren Krankheitsverlauf von COVID-19. In der Folge waren viele Diabetesbetroffene verunsichert. Viele haben ihre normalen Kontrolltermine bei Hausärzten, Diabetologen/-innen und in der Fachberatung nicht mehr wahrgenommen, aus Sorge, sich anzustecken.

Was gilt für Diabetesbetroffene?

  1. Der Bundesrat hat am 16. April 2020 in der Verordnung 2 den Schutz besonders gefährdeter Personen präzisiert. Bei Menschen mit Diabetes gelten jene als «besonders gefährdet», die über 65 Jahre alt sind oder nebst dem Diabetes mellitus Spätkomplikationen oder ein HbA1c-Wert über 8% aufweisen (Anhang 6, Punkt 4). Diese Verordnung hat auch in der aktuellen Situation noch immer ihre Gültigkeit.
  2. Diabetikerinnen und Diabetiker sollen sich weiterhin an die allgemeinen Vorgaben des Bundes und der jeweiligen Kantone halten (Hygiene- und Verhaltensregeln, Maskenpflicht, usw.) und nach Möglichkeit im Homeoffice arbeiten. Bei Bedenken aufgrund der persönlichen Arbeits- oder Ausbildungssituation entscheidet am Ende der behandelnde Arzt, ob die Tätigkeit am Arbeitsplatz zumutbar ist.
  3. Nehmen Sie Ihre ambulanten Beratungs- und Kontrolltermine in Zusammenhang mit Diabetes trotz Einschränkungen wahr. Ein gut eingestellter Diabetes ist in Grippe- und Coronazeiten (Typ 1 und 2) eine der wichtigsten Massnahmen, um gesund zu bleiben. Telemedizinische Angebote können – wo vorhanden – zusätzlich helfen.
  4. Beachten Sie die Einschränkungen für private Veranstaltungen.

Covid 19-Impfung

Informationen zur Covid-19 Impfung für Diabetesbetroffene

Informationen zur Covid-19 Impfung für Kinder mit Diabetes

  • Kinder und Jugendliche mit Typ 1 Diabetes gehören nicht zur Risikogruppe und erleiden keinen Nachteil durch eine spätere Impfung.
  • Laut der Arbeitsgruppe der Schw. Gesellschaft für pädiatrische Endokrinologie und Diabetologie (SGPED) vom 13.3.2021 haben Kinder und Jugendliche mit Typ 1 Diabetes, selbst wenn sie einen HbA1c-Wert ≥ 8% haben, gemäss heutigem Wissensstand, kein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf. Sie empfiehlt daher, die Impfung für diese Patienten nicht zu priorisieren. Aus denselben Gründen gilt auch die Familie eines Kindes mit Diabetes grundsätzlich nicht als prioritäre Gruppe.

Corona-News 2020

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