
Diabetes kann jeden treffen – kennen Sie die wichtigsten Risikofaktoren?
Für Diabetes mellitus Typ 2 gibt es verschiedene Risikofaktoren – einige sind unveränderbar, andere hingegen kann man beeinflussen. Während das Alter und eine genetische Veranlagung nicht in unserer Hand liegen, kann ein gesunder Lebensstil das Diabetes-Risiko um mehr als die Hälfte reduzieren!
- Ungesunde Ernährung: Eine Ernährungsweise mit viel Zucker, Transfetten (z. B. Frittiertem) und wenig Gemüse, Obst und Vollkornprodukten fördert Übergewicht und erhöhte Blutzuckerwerte.
- Bewegungsmangel: Bewegung und Sport senken den Blutzuckerspiegel, da der Körper dabei Energie in Form von Zucker aus dem Blut aufnimmt. Zu wenig Bewegung führt zu einem geringeren Energieverbrauch und senkt damit die Zuckeraufnahme. Bewegung macht den Körper ausserdem empfindlicher für Insulin.
- Übergewicht: Besonders Fett im Bauchraum produziert Hormone, die den Körper unempfindlicher gegenüber Insulin machen. Der Körper produziert dann mehr Insulin, kann dies aber langfristig nicht aufrechterhalten, was zu Insulinmangel führt.
- Alkohol: Regelmässig hoher Alkoholkonsum kann Entzündungen der Bauchspeicheldrüse (diese produziert Insulin) verursachen und damit die Insulinproduktion beeinträchtigen. Zudem enthält Alkohol viele Kalorien und fördert damit Übergewicht.
- Rauchen: Durchs Rauchen kann sich das Risiko für Diabetes bis etwa auf das Doppelte erhöhen. Der Grund dafür konnte noch nicht endgültig erforscht werden.
- Alter: Mit zunehmendem Alter steigt auch das Risiko für Diabetes. Es wird vermutet, dass im Alter die Zellen resistenter gegen Insulin sind.
- Vererbung: Wenn Eltern oder Geschwister Diabetes haben, ist das eigene Risiko höher. Die genetische Veranlagung allein führt jedoch nicht zu Diabetes: Der Lebensstil spielt auch eine entscheidende Rolle.
- Hormonelle Erkrankungen: Manche Hormone haben einen Einfluss darauf, wie viel Insulin der Körper produziert, oder wie sensibel er darauf reagiert. Werden zu viele oder zu wenige dieser Hormone gebildet, wirkt sich das daher auf den Blutzucker aus.
- Schwangerschaftsdiabetes: Manche Frauen entwickeln während der Schwangerschaft einen vorübergehenden Diabetes. Dieser verschwindet in den meisten Fällen nach der Schwangerschaft wieder. Dennoch erhöht dies das Risiko, später an Typ-2-Diabetes zu erkranken.
- Medikamente: Einige Medikamente, wie Kortison, Betablocker oder bestimmte Psychopharmaka, können den Blutzucker oder die Insulinresistenz erhöhen und Diabetes begünstigen.
Was ist eine Insulinresistenz?
Die Bauchspeicheldrüse bildet das Hormon Insulin. Dieses Hormon hilft dem Körper, den Zucker aus dem Blut in die Zellen aufzunehmen. Dort wird der Zucker in Energie umgewandelt, die zum Beispiel für die Muskeln gebraucht wird.
Bei einer Insulinresistenz reagieren die Körperzellen jedoch nicht mehr richtig auf das Insulin. Dadurch kann der Zucker nicht in die Zellen gelangen und bleibt im Blut. In der Folge steigt der Blutzuckerspiegel an.
Mit einem gesunden Lebensstil lässt sich das Diabetes-Risiko deutlich senken
- Regelmässige Bewegung und sportliche Aktivität senken das Diabetesrisiko deutlich. Schon tägliche Spaziergänge, Radfahren oder Schwimmen können einen grossen Unterschied machen.
- Eine gesunde und ausgewogene Ernährung spielt dabei eine zentrale Rolle: Essen Sie täglich viel Gemüse und ballaststoffreiche Lebensmittel wie Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte. Vermeiden Sie stark verarbeitete Produkte und frittierte Speisen. Trinken Sie ausreichend – 1 bis 1,5 Liter Wasser oder ungesüsste Getränke pro Tag. Und verzichten Sie, wenn immer möglich, auf Rauchen und übermässigen Alkoholkonsum.
- Wenn in Ihrer Familie bereits Diabetes vorkommt, ist es besonders wichtig, auf ein stabiles Gewicht zu achten. Versuchen Sie, Ihr Körpergewicht zu halten oder Übergewicht schrittweise zu reduzieren. Eine Zunahme des Bauchumfangs erhöht das Risiko, an Diabetes zu erkranken.
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Testen Sie Ihr Risiko
Das Punktetotal gibt an, wie hoch Ihr Risiko ist, an einem Diabetes Typ 2 zu erkranken.